PROJEKTBESCHRIEB UND GEDANKEN DES ARCHITEKTEN.

Das vorliegende Projekt löst die vielfältigen Herausforderungen und eröffnet einen Horizont von 30 Jahren.

 
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Wir freuen uns, dass Francesco Buzzi, dipl. Arch. ETH, von Buzzi studio d‘archi­tettura in Locarno das Umbau­projekt plant. Francesco Buzzi ist Sektionspräsident der FAS Ticino (Bund Schweizer Architekten Tessin) und gut vernetzt. Er verfügt über breite Erfahrung mit Grossprojekten, und er hat das Anliegen und die Ausrichtung der Seeherberge Casa Moscia sofort verstanden.

Gedanken des Architekten

Die Grundstücke der Casa Moscia befinden sich in der Gegend von Moscia in Ascona, einer angesehenen, wertvollen Gegend direkt am Ufer des Lago Maggiore. Die Substanz des Casa Moscia-Komplexes stammt ursprünglich aus einem gemischten Fabrik- und Handwerks-Ensemble und wurde zu einer Wohn- und Hotelanlage umgebaut. Die Seeherberge Casa Moscia bildet ein kleines Hoteldorf, das sich durch eine Reihe von Gebäuden aus verschiedenen Zeiten entlang einer (Zugangs-)Gasse auszeichnet. Als Herausforderung steht heute eine funktionelle Umstrukturierung (Seeherberge) wie eine weitgehende Anpassung der bestehenden, zum Teil veralteten Hotelstruktur an die geltenden Vorschriften sowie an die heutigen Standards der Hotellerie.

Insbesondere die ungenügende Feuersicherheit, interne Zugänglichkeitsprobleme, mangelnder Hochwasserschutz und die funktionelle Zerstreuung machen die derzeitige Struktur für ihren Zweck ungeeignet, problematisch und unwirtschaftlich. Die Sicherung der Bestandesgarantie steht ausserdem im Vordergrund, da die heutige Bauregelung eine bedeutend kleinere Ausnutzung erlaubt. Ausserdem stellt eine «anarchische» Haustechnik ein betriebliches wie wirtschaftliches Problem dar. Eine energetische Sanierung ist aus Sicht der Nachhaltigkeit und Zweckmässigkeit unumgänglich.

Das vorliegende Projekt löst die vielfältigen Herausforderungen der Anlage und eröffnet einen Horizont von 30 Jahren. Das Verhältnis zwischen Kosten und Ergebnis wirkt adäquat und sinnvoll. Das Gesamtbild der Seeherberge im Spannungsfeld zwischen Toplage am See und Anforderungen eines modernen Gastbetriebes kann im Innen- wie Aussenbereich deutlich verbessert werden.

Zeitreise im Schnelldurchlauf: Die drei Bilder zeigen die Casa Moscia im Jahr 1920, 2018 und – als Fotomontage – die Ansicht vom See her nach dem Umbau. Die Casa Moscia hat eine einmalige Lage, eine interessante Geschichte, Einflüsse der lombardischen Architektur und insgesamt den Eindruck eines kleinen Dorfes. Moscia 2022 nimmt diese Faktoren auf und führt sie weiter.